Denkmalpflege

Ölmühle am Braker Schloß

„Heimatpreis“ ging an Alt Lemgo


Der Lippische Heimatbund ehrte Antonius Paulussen, Karl-Heinz Richter und Karl Schölpert für ihren Einsatz bei der Renovierung und Pflege der Ölmühle am Schloß Brake in Lemgo mit dem Heimatpreis 2014. Eine gerahmte Urkunde für das Vereinshaus und ein Scheck für die nächsten Reparaturen war der Lohn aus der Hand des LHB-Vorsitzenden Friedrich Brakemeier, der viele lobende Worte für das Ehrenamt fand. Bei einer Feierstunde in der Burg Horn fand die Ehrung in einem würdigen Rahmen statt, die in der heimischen Presse große Resonanz fand.

Der Vorstand des Vereins Alt Lemgo freut sich mit den aktiven Heimatfreunden und gratulierte bei der Weihnachtsfeier mit schönen Weihnachtsternen und Dankesworten.

Denkmalpflege...

 

In der Gründungssatzung des Vereins ALT LEMGO steht als eine Aufgabe „alle Bestrebungen zu unterstützen, die auf Erhalt, Pflege und Erneuerung des alten Stadtbildes ausgehen“. Dieser Grundsatz zieht sich wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte, denn Stadtbildpflege und Erhaltung historischer Bausubstanz ist auch bis heute eine besondere Aufgabe unseres Vereins.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts stand die Freilegung der unter Putz versteckten Fachwerk-Schmuck-Fassaden auf dem Programm und nach dem zweiten Weltkrieg die Renovierung der vernachlässigten Objekte.

 

Neben Kauf und Ausbau unseres Fachwerkhäuschens als Vereinshaus in der Breiten Straße, waren das Projekt „Stadtbefestigung am Regenstor“, die Sanierung des Gartenhauses im Graben und, in Zusammenarbeit mit der Stadt, die Rettung der historischen Ölmühle in Brake

besondere Sanierungsprojekte. Dank der Finanzierungshilfe durch die NRW-Stiftung konnte sich der Verein Alt Lemgo, auch über die Mitarbeit im Beirat, sehr aktiv bei der Sanierung des Junkerhauses einbringen. Nach wie vor bieten wir Eigentümern Hilfestellung bei Renovierungsarbeiten, beraten bei Farbfassungen und fördern Sanierungsvorhaben mit einem finanziellen Zuschuss.

 

Zur Zeit kümmern wir uns um die Sanierung des Reinert-Denkmals auf dem Wall und beraten mit bei der Farbfassung der Fassade am Hexenbürgermeisterhaus.

Das Reinert Denkmal auf dem Kastanienwall

Einige Beispiele bei denen der Verein ALT LEMGO bei der Restaurierung und Erhaltung mitgewirkt hat

Feierstunde am Reinert-Denkmal

 

Auf dem Kastanienwall steht das große Sandstein-Denkmal zur Erinnerung an den Rektor des frühen Lemgoer Gymnasiums. Ehemalige Schüler hatten das Geld für den wuchtigen Stein mit Inschrift 1830 zusammengetragen und in Anerkennung des ganz besonderen Pädagogen Reinert aufstellen lassen. In die Jahre gekommen und vom Wetter stark gezeichnet nahm sich der Verein Alt Lemgo des Steins an und organisierte mit Hilfe von Sponsoren eine Sanierung und die frische Ausmalung der eingeschlagenen Buchstaben.

Mitte August stellte der Vorstand in Anwesenheit von Vertretern der Stadt, der Lokalredaktionen, der Sponsoren und der Initiatoren das erneuerte Denkmal der Öffentlichkeit vor. Karl-Heinz Richter hielt einen Vortrag über das Leben des Rektors und die Geschichte des Denkmals; Karl Schölpert berichtet über Eckpunkte der Sanierungsmaßnahme.

 

Agnus Dei wieder am Platz

 

Das Sandstein-Relief vom Lamm Gottes, das hinweg trägt die Sünden der Welt, schmückte im Mittelalter den Giebel eines Lemgoer Stadtores, fiel aber der Stadtausweitung und dem Abbruch zum Opfer. So fand die alte Steinmetzarbeit in den letzten 100 Jahren einen Ehrenplatz in der Stirnwand des CVJM-Hauses an der Lemgoer Neuen Straße. Im Laufe der Zeit verwitterte der weiche Sandstein aber weiter und das Bildnis löste sich bis zur Unkenntlichkeit auf.

Der Verein Alt Lemgo mobilisierte Sponsoren, Stadtführer Werner Kuloge übernahm die Bauleitung und im Frühjahr 2013 wurde ein neues, vom Steinmetz Sümnich geschlagenes "Original" geschaffen und mit Hilfe eines Steigers an alter Stelle hoch im Giebel des CVJM Hauses wieder eingebaut. Da es mit Hilfe der Stadtwerke per "call for light" auch im Dunkeln hell angestrahlt werden kann, ist das historische Bild mit hohem Symbolgehalt ab sofort wieder bei den Stadtführungen, auch in abendlicher Dunkelheit, zu sehen.