Die Radwandergruppe

Die lebendige Radwandergruppe unternimmt Jahr für Jahr Ausflüge auf ausgesuchten Fahrradwegen nach Fern und Nah. Jeden 2. und 4. Mittwoch der Monate im Sommerhalbjahr startet die Gruppe um 17.00 Uhr vom Regenstorplatz zu einer Themen-Runde mit Erläuterungen rund um Lemgo mit anschließendem Besuch eines Biergartens. Daneben werden in den warmen Monaten viele Ziele mit dem Bus und Fahrradanhänger angesteuert, um schöne Städte und Landschaften zu besuchen, die Natur und Gebäude aus dem Sattel zu genießen. Dazu gehören auch immer kulturelle Unternehmen wie Stadtführungen, Museumsbesuche, Betriebsbesichtigungen und vieles mehr. Das aktuelle Programm für das Jahr 2016  ist genauso auf diesen Seiten zu finden, wie die Kurzbeschreibungen aller Ziele aus den letzten 16 Jahren. Die aktiven Frischluftfanatiker freuen sich auf Interessierte und stehen für Nachfragen                                                                                  gern zur Verfügung: golabeck@t-online.de

 



Alt Lemgo Radler vor Schloß Stietencron in Schötmar

 

Den Tag des offenen Denkmals

 

nutzen die Frischluftfanatiker des Vereins Alt Lemgo am Sonntag, um Höfe und Herrensitze in Lippe zu besuchen. Bereits im 16. Jahrhundert baute die Familie Grabbe das Zweiständerhaus ihrer Hofanlage in Brüntorf. Friedrich Arning, Besitzer in 3. Generation, erläuterte den Fachwerkbau aus alten Eichenbalken  und den aufwendigen Erhalt des Denkmals. Im Schloß Stietencron erwartete Dr. Wiesekopsieker vom Heimatverein Schötmar die Besucher und führte durch das Herrenhaus des alten Ritterguts, insbesondere in den renovierten Rokkoko - Saal mit mannsgroßen Bildern der preußischen Könige. In der Alten Hansestadt bestaunten die 40 Radler das Kaufmannshaus von Bürgermeister Cothmann an der Breiten Straße beim Rundgang, besser bekannt als „Hexenbürgermeisterhaus“. 

Dort im sehenswerten Barockgarten hatten die Aktiven zur letzten Radtour 2017 einen Grill und kühle Getränke aufgebaut: In schöner Herbstsonne versüßt mit geplatzten Braunen und kühlen Blonden zog sich der Austausch über die Höhepunkte der abgelaufenen Zweirad-Saison bis in den Abend hin. Was bleibt ist die Vorfreude auf die Fahrradtouren im kommenden Jahr - Udo Golabeck gab einen Ausblick auf die neuen Ziele wie Bremerhaven, Hannover und Münster. 

 

 

Friedrich Arning erläutert auf dem Grabbehof
Denkmaltag 2016 an der Ölmühle

Anmeldungen zu den Fahrradtouren 2017 ab sofort....

 
Auch bei trüben Tagen gilt: der nächste Radelsommer kommt und beginnt für die Frischluftfanatiker des Vereins Alt Lemgo im Frühjahr, wenn die Sonne wieder scheint. Zunächst mit den Feierabendtouren jeweils Mittwochs zu historischen Zielen rund um Lemgo. Tagestouren mit Bus und Zweirad sind im Mai von  der Porta Westfalica zum Schloss Benkhausen und von Lemgo nach Alverdissen ins Heimatmuseum mit dem Angriffen zu Saisonbeginn geplant. Das „Felgenfest“ am 2. Sonntag im Juni auf der "autofreien B 83 zwischen Rinteln und Hameln“ lockt die Lemgoer ins angrenzende Niedersachsen: Ein großes Gaudi für alle Zweiradfahrer über 50 Kilometer auf der Bundesstraße rechts und links der Weser. 
Auf den Spuren Martin Luthers führt eine Radtour von Eisleben nach Wittenberg und entlang der Mittelelbe im Juni. Anlässlich „500 Jahre Reformation“ warten alle Wirkungsstätten des Bibelübersetzers auf interessierte Gäste, um die grundlegende Veränderung der Deutschen zu präsentieren. Gleich drei UNESCO Weltkulturerbestätten liegen am Radweg!
Das liebliche Nethetal, von der Egge bis zur Weser, mit einer Kaffeerunde in Godelheim, sowie der „Grüne Ring“ rund um Hannover bis in die Altstadt, bzw. die Markthallen stehen im Juli an. 
Die Sonntage im August bleiben den Besuchen der Dorf-, Mühlen- und Dreschfesten sowie den historischen Umzügen in Lippe vorbehalten - quasi als Heimatpflege erster Klasse. 
Darüberhinaus sind an den Mittwochabenden um 17.00 Uhr ab Regenstorplatz die zweistündigen Rundfahrten in und um die Alte Hansestadt zu aktuellen Zielen der Stadtplanung, großen Baustellen, aber auch historischen Orten mit besonderer Geschichte geplant - erzählt wird dazu vor Ort.
Anmeldungen für die Touren mit Bus und Fahrradanhänger sind im Januar bis zum 1. Februar  2017 zur guten Vorplanung erwünscht - Gäste herzlich willkommen. Details zu den Angeboten finden sich in den beiden anschließenden downloads.
 

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Radwanderprogramm 2017
Unsere Ziele und Angebot für die neue Fahrradsaison ab Frühjahr 2017
Radwanderprogr2017.doc
Microsoft Word-Dokument [8.9 MB]
Anmeldungen Radtouren 2017
Bei Interesse bitte ausfüllen und an die angegebenen Anschriften versenden - Danke.
Anmeldeformular 2017.docx
Microsoft Word-Dokument [17.7 KB]
Die Radler lauschen Hermann Hentschel zur Geschichte
700 Jahre alte Eichenpfosten fesseln die Radler ....
 
 
Im Verein Alte Lemgo ist die Radelsaison 2016 vorbei; 27 Ausfahrten mit dem Zweirad sind Geschichte - aber die Alte Hansestadt bietet immer wieder tolle Geschichte: 
 
Hermann Hentschel fesselte gleich mehrfach mit seinen Berichten „von früher“  - u. a. über den Bau der mittelalterlichen Fachwerkhäuser in der Stadt.
 
Hatte Lemgo doch zwei Waldbauern im Stadtwald, die auf großen Holzplätzen geeignete Bäume mit Pferden anschleppten, um sie dort zu Balken für das Ständerwerk passgenau zu schlagen und zu bohren. Anschließend wurde der vorgefertigte „Bausatz“ mit den Pferden in die Stadt gefahren und von den Stellmachern aufgestellt….
Aktuell lebendig wurde die Entstehungsgeschichte vieler Lemgoer Häuser deshalb, weil bei dem umfangreichen Straßenbau im Pöstenweg im Untergrund konservierte Stämme in großer Zahl ausgebaggert wurden. Spuren des alten Knüppeldamms, der im frühen Mittelalter aus der befestigten Stadt durch ein morastiges Feld  in den Stadtwald führte und für beladene Fuhrwerke derart befestigt worden war. Der Name „Pöstenweg“ deutet schon auf die „Pfosten“ als Befestigung hin. Im Übrigen ist die angrenzende „Holztwete“ der weitere historische Hinweis auf den Weg aus der Stadt ins Holz (früher für Wald).
 Wegen der besonderen geschichtlichen Bedeutung finanzierte der Verein Alt Lemgo die Altersbestimmung der immer noch kernigen  Eichenbalken: Sie wurden im Jahr 1313 gefällt, sind also über 700 Jahre alt - so das Dendochronologische Gutachten nach der gängigen naturwissenschaftlicher Methode der Altersbestimmung! Weil einige geschichtsinteressierte Bürger das ausgebaggerte Altholz vom Abraum nach Hause holten und ein Anwohner am Pöstenweg sie in Form eines historischen Holzstapels im Vorgarten aufschichtete, hatten die Radler hier das fesselnde Anschauungsobjekt, immerhin über 713 Jahre alte Stämme, auf der Radtour in den Wald zu den früheren Sägeplätzen vor Augen.